Allgemeine Information ohne individuelle Diagnose. Fragen Sie bei Unsicherheit eine medizinische Fachperson.
Das Anti-Müller-Hormon, kurz AMH, ist ein Marker der follikulären Eierstockreserve. Im Rahmen einer verordneten Abklärung kann der Arzt die Blutuntersuchung bei Verdacht auf verminderte Reserve oder vor einer geplanten Kinderwunschbehandlung anfordern.
Die Eierstockreserve ist ein Teil der Abklärung und beantwortet nicht alle Fragen zur Fruchtbarkeit. Das Team berücksichtigt auch die Krankengeschichte und wählt weitere Untersuchungen passend zur Situation.
Ultraschall kann helfen, die Follikel der Eierstöcke zu beurteilen. Die französische Gesundheitsbehörde HAS beschreibt AMH zusammen mit der Follikelzählung zur Einschätzung einer schwachen oder überschießenden Reaktion auf eine ovarielle Stimulation.
Laut dieser HAS-Bewertung ist AMH dagegen nicht angezeigt, um Einnistung, Schwangerschaft oder Geburt bei assistierter Fortpflanzung vorherzusagen. Ein Wert garantiert somit keinen bestimmten Ausgang.
Bei einer gesunden Frau empfiehlt die HAS den Test nicht zur Vorhersage der spontanen Fruchtbarkeit. Ihre Bewertung hält zudem fest, dass Grenzwerte von der Messmethode abhängen: Lassen Sie Ihren Wert ärztlich einordnen.
Bewahren Sie den Laborbefund für den Termin auf und notieren Sie Fragen: Warum wurde der Test angefordert, welche weiteren Ergebnisse zählen und welche Entscheidung ist als Nächstes mit dem Team zu besprechen?
Quellen
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