Allgemeine Information ohne individuelle Diagnose. Fragen Sie bei Unsicherheit eine medizinische Fachperson.
Diese Hinweise betreffen eine bereits diagnostizierte Hämophilie. Informieren Sie vor Zahnbehandlung, Endoskopie oder Operation die Fachperson und Ihr betreuendes Zentrum. Ein bei anderen Menschen als einfach geltender Eingriff kann bei Ihnen besondere Vorbereitung erfordern.
Das Risiko hängt vom geplanten Eingriff, dem Schweregrad, anderen Erkrankungen und möglichen Hemmkörpern ab. Diese Antikörper beeinträchtigen die Behandlung. Bringen Sie Ihren Notfallausweis mit: Er beschreibt Art und Schwere des Mangels sowie geeignete Behandlungen.
Das spezialisierte Zentrum stimmt die Vorbereitung mit Chirurgie oder Zahnarztpraxis, Anästhesie und weiteren beteiligten Fachpersonen ab. Vorher können eine Untersuchung und Bluttests nötig sein. Klären Sie welche Tests wann erforderlich sind, statt die Abklärung eines früheren Eingriffs zu übernehmen.
Der persönliche Plan legt unter anderem die Blutungsvorbeugung, ihre Dauer und notwendige Kontrollen fest. Er muss den Teams übermittelt und erklärt werden. Auch unter regelmäßiger vorbeugender Behandlung kann ein invasiver Eingriff zusätzliche Maßnahmen erfordern. Ändern Sie Ihre Injektionen nicht selbst.
Zur Vorbereitung gehört die Zeit nach der Heimkehr. Klären Sie, wer Pflege oder Injektionen übernimmt, welche Arzneimittelvorsichtsmaßnahmen gelten und wen Sie bei Schwierigkeiten erreichen. Sie sollen auch den Vorbereitungsbericht erhalten und Ihr Notfallausweis soll aktualisiert werden.
Prüfen Sie vor der Behandlung mit dem Team, ob der Plan verfügbar und die Nachsorge organisiert ist. Ungeklärte Schmerzen oder Symptome können besonders bei schwerer Hämophilie auf eine Blutung hinweisen. Melden Sie dies dem Zentrum, statt bis zur nächsten vorgesehenen Kontrolle zu warten.
Quellen
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