Allgemeine Information ohne individuelle Diagnose. Fragen Sie bei Unsicherheit eine medizinische Fachperson.
Nach Entfernung der Harnblase wegen Krebs kann bei manchen Menschen eine Neoblase angelegt werden, wenn die Harnröhre erhalten bleibt. Sie wird aus einem Darmabschnitt gebildet und sammelt den Urin.
Die Neoblase zieht sich nicht wie die natürliche Blase zusammen und das gewohnte Harndranggefühl entfällt. Deshalb müssen Sie mit dem Team einen neuen Entleerungsrhythmus erlernen.
Ameli empfiehlt sehr regelmäßiges Wasserlassen, besonders nachts, um Urinverluste zu begrenzen. Lassen Sie vor der Entlassung einen passenden Zeitplan festlegen und passen Sie ihn mit dem Team an.
Beckenbodenrehabilitation mit einer physiotherapeutischen Fachperson hilft, das Wasserlassen anders zu erlernen und die Kontinenz wiederzuerlangen. Verluste können allmählich abnehmen; sprechen Sie Schwierigkeiten im Team an.
Die Krebsnachsorge bleibt nach der Operation notwendig. Je nach Situation können Blut- oder Urinuntersuchungen und Bildgebung dazugehören; fragen Sie nach Ihrem persönlichen Zeitplan.
Wenn Sie keinen Urin mehr lassen können, lassen Sie sich dringend ärztlich untersuchen, ohne den geplanten Termin abzuwarten. Außerhalb dieser Situation berichten Sie rasch über ungewöhnliche Symptome, insbesondere Blut im Urin oder Fieber, und ziehen Sie den Termin bei Bedarf vor. Halten Sie die vereinbarten Kontrollen und die Rehabilitation ein.
Quellen
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