Allgemeine Information ohne individuelle Diagnose. Fragen Sie bei Unsicherheit eine medizinische Fachperson.
Die Dünndarm-Videokapsel ist eine einmal verwendbare Kamera, die zur Aufnahme von Bildern des Dünndarms geschluckt wird. Sie kann bei manchen Abklärungen, etwa bei Morbus Crohn, eingesetzt werden; eine Gewebeprobe kann sie nicht entnehmen.
Nennen Sie vor der Untersuchung Ihre Vorgeschichte und Medikamente sowie eine bekannte oder vermutete Darmverengung. Laut dem Crohn-Dokument der HAS muss vor dieser Untersuchung eine Dünndarmstenose ausgeschlossen werden; das Team bestimmt die nötige Abklärung.
Befolgen Sie die Vorgaben Ihres Zentrums zu Nüchternheit, Mahlzeiten und Medikamenten. In Nancy erfassen ein Gerät und manchmal Sensoren mindestens acht Stunden lang Bilder; fragen Sie nach Rückgabe und Befundmitteilung.
Die Kapsel kann im Darm stecken bleiben und selten einen Darmverschluss auslösen. Klären Sie, wie ihr Abgang bestätigt wird und wen Sie bei Unsicherheit anrufen; eine MRT ist kontraindiziert, solange der Abgang nicht sicher ist.
Ohne Notfallzeichen suchen Sie noch am selben Tag ärztliche Hilfe bei Bauchschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen oder Fieber, Problemen beim Wasserlassen, fehlendem Stuhl und Windabgang, gelber Haut oder Augen, neuen anhaltenden Schmerzen mit Einschränkung des Alltags, ungewöhnlich verspäteter Regel, rotem Blut oder schwarzem Stuhl oder hohem Fieber. Ebenfalls am selben Tag bei zunehmendem oder über zwei Tage anhaltendem Erbrechen, neuem Fieber, Kopfschmerz, Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Schmerz, bei Durchfall zusätzlich zu Übelkeit oder Erbrechen im höheren Alter, geschwächtem Immunsystem oder Erbrechen eines Säuglings unter drei Monaten. Außerhalb dieser Situationen suchen Sie in den kommenden Tagen ärztlichen Rat bei anhaltenden oder wiederkehrenden noch nicht abgeklärten Schmerzen, neuer Verstopfung, Gewichtsverlust, Schmerzen bei Langzeitmedikation, ungeklärter Übelkeit, leichtem einem Medikament zugeschriebenem Erbrechen oder Erbrechen nach dem vierten Schwangerschaftsmonat.
Rufen Sie in Frankreich 15 oder 112 bei plötzlich starken Bauchschmerzen, Schmerzen vom Oberbauch in Brust, Hals oder Schultern, nach einem Unfall, mit Erbrechen von Blut oder brauner Flüssigkeit, mit Unwohlsein und Fieber oder mit Übelkeit und Erbrechen bei Diabetes; ebenso bei sehr hartem, schmerzhaftem und angespanntem Bauch, Atemnot in Ruhe oder anhaltender oder zunehmender Atemnot oder neuartigen Schmerzen während der Schwangerschaft. Rufen Sie auch bei Bluterbrechen, Übelkeit mit Brustschmerz oder Austrocknung; rufen Sie bei Übelkeit oder Erbrechen auch, wenn eine ältere Person nicht mehr trinkt, schläfrig oder verwirrt ist, bei Nackensteife, Kopfschmerzen oder Bewusstseinsstörungen, starken Bauchschmerzen mit hartem aufgeblähtem Bauch und fehlendem Windabgang, Verdacht auf schwere Vergiftung oder Erbrechen nach Kopfverletzung.
Quellen
- CHRU de Nancy — Vidéocapsule de l’intestin grêle, 15 juillet 2026
- HAS — Actes et prestations maladie de Crohn, actualisation mai 2019, page 10
- HAS — Maladie cœliaque : argumentaire diagnostique, 2026, section 3.6
- Assurance Maladie — Mal de ventre : quand consulter, 31 août 2026
- Assurance Maladie — Nausées et vomissements : quand consulter, 31 juillet 2024
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